Videoclip: ESP USA Eclipse

Die ESP USA Eclipse wird (in sehr kleiner Stückzahl) in Handarbeit im kalifornischen ESP Custom Shop hergestellt.

Der Mahagonihals ist halb durchgehend [!] und hat ein eingefasstes Ebenholzgriffbrett. Der Mahagonikorpus trägt eine gewölbte Ahorndecke. Die ESP USA Eclipse ist mit zwei Seymour Duncan Alnico II Pro -Humbuckern bestückt, die man mithilfe des Push-Pull-Schalters im Tone-Poti auch splitten kann.

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Videoclip: Jericho Guitars Fusion

Die Jericho Fusion ist eine Baritongitarre mit einer Mensur von 27 Zoll (68,6 cm).

Jericho Guitars ist eine texanische Firma, die ihre Modelle in Zusammenarbeit mit einer südkoreanischen Gitarrenschmiede herstellt. Jericho beziehen ihr Holz von einem Zulieferer aus British Columbia (Kanada). Das Tonholz wird dann nach Südkorea verschifft, wo die ganzen Holzarbeiten ausgeführt werden. Danach kommen die halbfertigen Gitarren nach Texas, und werden bei Jericho Guitars fertiggestellt.

Jericho Fusion – beauty shot – NEW

Videoclip: Yamaha CG142C und NTX900FM

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Song: „Go Insane“ (Lindsey Buckingham)

Yamaha CG142C — Rhythmusgitarre
Yamaha NTX900FM — Flageoletts, zusätzliche Licks, Sologitarre (plus Octaver-Effekt)

Videoclip: Seymour Duncan SA-1 Acoustic Tube

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Seymour Duncan SA-1

• magnetischer Tonabnehmer für Westerngitarren

• einfacher Einbau in Schalloch

• eingebauter Lautstärkeregler

• kurzes Kabel mit Ausgangsbuchse zum Einhängen am Gurtpin

• Klangbeispiel mit einer Tanglewood TW28-CSN aufgenommen

Saitenwechsel: Klassische Gitarre

(Fotos: Miloš Berka)

Dies ist unsere Ausgangssituation:

Eine Saitenkurbel vereinfacht und beschleunigt den Saitenwechsel, und ein Stimmgerät hat man besser auch zur Hand. Ich entferne alte Nylonsaiten gerne mit einer Schere (s. weiter unten). Ein Tuch ist nützlich, wenn man die Gitarre auch einmal abwischen möchte, oder auch um das Instrument vor Kratzern und Dellen zu schützen.

Am wichtigsten sind natürlich die Saiten:

Es gibt für klassische Gitarren in der Regel Saitensets in zwei verschiedenen Spannungen – High-Tension (höherer Saitenzug, also ein steiferes Feel) und Low-Tension (niedrigerer Saitenzug, also etwas weicher im Spielgefühl). Im Gegensatz zu Western- oder E-Gitarren kann man bei der klassischen Gitarre von einem Saitentyp auf den anderen wechseln, ohne dass man danach ein Setup benötigt. Es geht einfach darum den „richtigen“ Saitentyp für ich selbst zu finden, ein bisschen Experimentierfreude lohnt sich.

Ich bin ein großer Kerl mit einem sehr festen Anschlag, weshalb ich High-Tension-Saiten auf meiner klassischen Gitarre vorziehe.

Weil das so oft gefragt wird:

Nein, bitte niemals Western- oder E-Gitarren-Saiten auf eine klassische oder Flamenco-Gitarre aufziehen! Solche Saiten (Stahlsaiten) haben einen um ein Mehrfaches größeren Zug als Nylonsaiten. Stahlsaiten reißen einer klassischen Gitarre den Steg von der Decke – mit unweigerlich grauenhaften, strukturellen Schäden als Folge!

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Als Erstes lockert man die Saiten bis sie schlaff über dem Griffbrett hängen. Falls sich deine Stimmwirbel sehr steif anfühlen, lohnt es sich ein-zwei Tropfen Feinmechaniköl auf Zahnräder und Schneckengetriebe zu tropfen.

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Ich mache mir das Leben einfacher, indem ich die (komplett gelockerten) Saiten einfach mit einer Schere durchschneide, damit ich nicht die ganze Saite durch den Wirbel (oder den Steg) durchziehen muss.

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Ich öffne den Knoten am Steg…

…und ziehe dann das eine Ende durch den Steg…

…und das andere durch die Mechanik.

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Die neuen Saiten werden erst vom Schalloch her durch den Steg geschoben.

Man nimmt dann das heraushängende Ende…

…und bindet es zu einer Schlaufe, die sich beim Stimmen am Steg festzieht. Wenn du die Bilder in diesem Artikel anklickst, kommst du „näher“ ans Geschehen ran.

Das Resultat sollte in etwa so aussehen. Es lohnt sich darauf zu achten, die überhängenden Enden möglichst kurz zu lassen (oder sie mit der Schere zu stutzen). Falls diese Saitenenden nämlich die Decke berühren, können sie später beim Spielen schnarren.

Einige Gitarristen ziehen ihre drei Basssaiten so auf, dass sie nur eine einfache Schlaufe benutzen. Beides ist erlaubt, aber ich bevorzuge den komplizierteren Knoten.

Hier siehst du ein Katalogfoto einer Ramírez, bei der die Basssaiten mit großen Schlaufen am Steg befestigt sind (Foto anklicken):

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An der Wirbelplatte wird die Saite in die (dazugehörige) Mechanik eingefädelt…

…durchgezogen, und wie im Bild mit sich selbst „verankert“.

Danach kann man die Saite auf ihre Stimmung bringen.

So soll das Resultat an der Mechanik aussehen.

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Ich ziehe meine Nylonsaiten am liebsten so auf, dass ich mit den Wirbeln, die am dichtesten am Sattel sind, beginne und mich dann in Paaren von Sattel entferne (also: E-e, A-h und D-g).

Wenn alle Saiten drauf sind, sollte man sie der Reihe nach einige Male dehnen, genau wie bei einer Western- oder E-Gitarre. Leider brauchen Nylonsaiten viel länger als Stahlsaiten um sich zu „setzen“, also um sich genug zu dehnen, dass sie ihre Stimmung länger als nur ein paar Minuten halten. Einen neuen Satz Saiten muss man während der ersten Woche in Benutzung schon recht oft stimmen – nicht verzweifeln.

Übrigens: Viele Profis wechseln bei ihren klassischen Gitarren nicht immer den ganzen Satz. Die drei Diskantsaiten halten nämlich in der Regel bis zu dreimal so lange, wie die – mit weichem Metall umsponnenen – Basssaiten.

Bei klassischen und Flamenco-Gitarren muss man nach dem Saitenwechsel weder die Intonation, noch den Halsstab (gibt es nicht) nachstellen. Sobald die Saiten drauf sind, kann man Musik machen.

Testbericht – Marshall DSL5C

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Marshall DSL5C – close-up 1

Marshalls DSL5C-Combo ist das jüngste und kleinste Mitglied der DSL-Serie.

Die Ursprünge der DSL-Serie reichen bis ins Jahr 1997 zurück, als Marshall ihr (inzwischen legendäres) JCM2000 Dual Super Lead Topteil vorstellten. Der JCM2000 war der erste Marshall-Verstärker, der sowohl einen klassischen Plexi-Kanal, als auch einen modernen Ultra Gain -Kanal, in einem Paket anbot.

Die ursprüngliche DSL-Serie war bis 2007 in Produktion, und wurde danach von der JVM-Modellreihe abgelöst. Die neue, überarbeitete DSL-Serie bietet jetzt einen günstigen Einstieg in Vollröhrenamps, denn sie wird in Marshalls eigener Fabrik in Vietnam hergestellt.

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Marshall DSL5C – full front

Wie aus dem Namen unschwer ersichtlich ist, handelt es sich beim Marshall DSL5C (Preis in Finnland ca. 500 €) um einen zweikanaligen Comboverstärker mit fünf Watt Ausgangsleistung.

Was das Aussehen und die Verarbeitung angeht, handelt es sich bei diesem Kleinen tatsächlich um einen vollblütigen Marshall. Die Qualitätskontrolle in der vietnamesischen Fabrik muss genauso stringent sein, wie im britischen Haupthaus. Der DSL5C sieht klasse aus, und er wirkt sehr robust und vertrauenserweckend.

Marshall DSL5C – full back

Der DSL5C hat ein offenes Lautsprechergehäuse. Die obere Öffnung in der Rückwand ist mit einem Metallgitter abgesichert, damit man nicht versehentlich in die heißen Röhren greifen kann.

Marshall DSL5C – valves

Dieser kleine Marshall ist in der Vorstufe mit drei Röhren bestückt (ECC83/12AX7), während die Endstufe mit einer einzigen Röhre auskommt (ECC99/12BH7).

Marshall DSL5C – Celestion Ten 30

Der Lautsprecher des DSL5C-Combos ist ein Celestion Ten 30 mit zehn Zoll Durchmesser. Wir können uns also auf fette, warme Bässe und den legendären Celestion-Crunch mit gutem Biss gefasst machen.

Marshall DSL5C – angle 1

Dieser kompakte Combo wiegt nur knappe fünf Kilo – er lässt sich also leicht mit dem mit Gummi bezogenen Griff transportieren.

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Marshall DSL5C – front panel

Der Marshall DSL5C ist ein Vollröhrenteil mit zwei Kanälen:

Kanal 1 – genannt Classic Gain – ist im Sound und Gainverhalten dem legendären Marshall 1959 -Topteil nachempfunden. Der Classic-Kanal fängt mit frischen, perlenden Cleansounds an, und hört bei den klassischen Zerrsounds der Siebziger auf. Aber Vorsicht: Dieser Kanal hat keinen Mastervolumen-Regler, weshalb das Zerrsounds nur bei (relativ) hohen Lautstärken möglich sind – außer man bedient sich des Power Mode -Schalters (s. weiter unten im Text).

Der zweite Kanal – Ultra Gain – liefert einem das volle, moderne High Gain -Zerrbrett mit saftiger Kompression.

Beide Kanäle teilen sich den 3-Band EQ des Combos, was natürlich bedeutet, dass man einen leichte Kompromisse bei der Klangreglung eingehen muss. Glücklicherweise ist das Voicing der zwei Kanäle beim Marshall DSL5C schon so ausgerichtet, dass der gemeinsame EQ kein wirkliches Problem darstellt.

Wenn man den Tone Shift -Knopf hereindrückt, bekommt man einen in den Mitten ausgedünnten, etwas aggressiveren Sound, der ideal für zeitgemäße Metal-Stile ist. Der Deep-Knopf wiederum gibt dem Klangbild mehr Bässe, also einen fetteren Ton.

Marshall DSL5C – back panel

Auf der Rückseite des Combos befindet sich der Anschluss für den mitgelieferten Kanalschalter (s. unten), sowie die Effektschleife des DSL5Cs.

Ein klasse Bonus dieses kleinen Marshalls ist der eingebaute Direktausgang (mit Lautsprechersimulation), dessen genaue Funktion von der Stellung des Power Mode -Schalters abhängt:

Im Full Power -Modus liegt am Direktausgang ein Line-Pegel-Signal an, welches man direkt an ein Mischpult (oder anderes Recording-Equipment) anschließen kann. Bei Full Power bleibt der eigene Lautsprecher des Combos angeschaltet, auch wenn man einen Stecker in den Direktausgang gesteckt hat. Im Low Power -Modus (die Bedienungsanleitung spricht von einem halben, die Webseite von einem Watt Leistung) fällt der Pegel auf ein für Kopfhörer passendes Level. Wenn man Kopfhörer an den Combo anschließt, wird der Lautsprecher automatisch abgestellt. Der Aux-Eingang funktioniert nur bei Low Power, und sein Eingangssignal wird dem Kopfhörersignal zugefüttert.

Marshall footswitch

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Marshall DSL5C – close-up 2

Meiner Meinung nach ist der Marshall DSL5C ein fantastischer kleiner Rock- und Metal-Combo, der sowohl im Wohnzimmer, als auch im Studio, bei kleineren Proben, und als Backstage-Amp zum Aufwärmen eine sehr gute Figur macht.

Mein einziger, kleiner Kritikpunkt betrifft den Direktausgang des Testgeräts, welcher schon etwas stärker rauschte, als ich das von anderen, ähnlichen Verstärkern her gewöhnt bin. Glücklicherweise ließ sich das Rauschen zum allergrößten Teil bei der Aufnahme mit dem EQ des Sequencers weg regeln. Es ist auch möglich, dass der Direktausgang des Testgeräts vielleicht eine kleine Macke hatte.

Die beiden Kanäle des DSL5Cs bieten einem ein breites Spektrum an tollen Rock-, Metal- und Thrash-Sounds. Dabei hat der Power-Modus einen direkten Einfluss auf den Sound und vor allem die Gainstruktur der Klänge. Der Low Power -Modus senkt nämlich nicht nur den Lautstärkepegel, sondern lässt das Gitarrensignal auch viel früher komprimieren. Dies bedeutet, dass man mit dem Power Mode -Schalter zwischen sehr tighten (Full Power) und eher schmatzend-saftigen Sounds (Low Power) wählen kann.

Alle folgenden Klangbeispiele habe ich im Full Power -Modus aufgenommen, damit es einfacher ist den Mikrofonsound und das Lautsprecher-Modelling des Direktausgangs miteinander zu vergleichen.

Es geht los mit meiner (Maple Neck) Stratocaster und einer Clean-Einstellung im Classic-Kanal (aufgenommen mit einem Shure SM57):

…und hier ist der gleiche Clip mit dem Sound vom Direktausgang:

Weiter geht’s mit dem Classic-Kanal und dem Halshumbucker meiner Hamer USA Studio Custom (SM57):

…und hier das gleiche Stückchen per Direktausgang:

Hier hört ihr meine Strat und den Ultra-Kanal (Tone Shift: aus); aufgenommen mit dem SM57:

…und hier ist das Gegenstück aus dem Direktausgang:

Jetzt noch meine Hamer (in Drop-D-Stimmung) über den Ultra-Kanal (Tone Shift: an), und mit dem Mikrofon abgenommen:

…und als letztes die Direktversion:

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Marshall DSL5C – Hamer Studio Custom

Marshalls „knuddeliger und süßer“ DSL5C-Combo ist sowohl eine klasse Wahl als erster Röhrenamp („My First Marshall“), als auch ein Präzisionswerkzeug für solche Situationen, in denen eine große Ausgangsleistung ein echtes Problem darstellen würde (z. B. im Wohnzimmer oder im Projektstudio).

Der DSL5C ist ein waschechter, aber trotzdem sehr kompakter, Vollröhren-Marshall mit dem legendären Rock-Sound dieser Marke. Dank der Fertigung in Vietnam, ist das Preisschild sehr musikerfreundlich ausgefallen – toll!

Marshall DSL5C – angle 2

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Marshall DSL5C

Preis in Finnland z. Zt. ca. 500 €

Finnischer Vertrieb: EM Nordic

Herzlichen Dank an DLX Music Helsinki für das Bereitstellen des Testgerätes!

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Plus:

+ Preis-Leistungs-Verhältnis

+ Fertigungsqualität

+ Sound

+ Power Mode -Schalter

+ Direktausgang mit Lautsprechersimulation

+ Fußschalter im Preis inbegriffen

Minus:

– Direktausgang rauscht etwas (s. Testbericht)